„It’s not only food“
Meine Frau Sabine und ich sind 2007 mit unseren Kindern von Deutschland nach Namibia gezogen. Anfängliche Schwierigkeiten konnten wir schnell überwinden und auch der wirtschaftliche Erfolg unserer Lodge ließ nicht lange auf sich warten. Schnell waren wir in Namibia, in unserem neuen Zuhause angekommen und integriert. Wir haben gespürt, dass wir behütet, begleitet und gesegnet waren. Mehr und mehr wuchs der Wunsch, von dem Glück, das wir hatten, etwas dem Land und den Menschen zurückzugeben. Wir machten uns auf den Weg und schauten nach geeigneten Projekten, an denen wir uns beteiligen konnten und sind sehr schnell fündig geworden.

In einem Township von Okahandja fanden wir Kauna, die seit 2003 ein Zentrum betreibt, in dem sie sich zunächst um Menschen mit HIV und Hepatitis kümmerte und später zunehmend auch um die Betreuung von Kleinkindern, Vorschulerziehung und Nachmittagsbetreuung engagierte. Diese Kinder mussten natürlich auch mit Essen versorgt werden, da die Eltern oft nicht in der Lage sind, die Kinder entsprechend zu ernähren.
Uns bot sich ein erschreckendes Bild. Kleinstkinder, die zum Teil mehrere Kilometer zur Suppenküche gelaufen sind und dann dankbar von den Köchinnen eine warme Mahlzeit entgegennahmen. Es waren Bilder, die uns tief bewegt und sich in unserem Herzen fest eingebrannt haben.



So entstand unser Herzensprojekt „Stephan’s Soupkitchen“
Zuerst konnten wir, mit den uns zur Verfügung stehenden Mittel, ca. 50 Kinder satt machen. Es tat uns in der Seele weh, immer wieder zu sehen, dass viele Kinder weggeschickt werden mussten, da nicht genügend Essen vorhanden war. Die Augen, der Schmerz der Kinder, war für uns nur schwer zu ertragen. Und so machten wir uns auf den Weg um Unterstützung zu bekommen. Mittlerweile dürfen wir 3 Mal die Woche ca. 1500 Kindern eine warme Mahlzeit schenken.

Natürlich haben wir eine Menge bewegt, sind jedoch lange noch nicht am Ziel. 3 mal die Woche heißt auch, dass die Kinder an 4 Tagen immer noch hungern müssen und die Zahl der Kinder steigt zusätzlich stetig. Es ist ein gutes und schönes Gefühl, etwas zu bewegen und sein Glück mit anderen Menschen und besonders mit Kindern zu teilen. Wir sind aber auch bemüht, unsere harte Arbeit des Aufbaus langfristig zu sichern, denn die Kinder zählen auf uns.
Alleine schaffen wir es jedoch nicht!
Ich danke schon jetzt jedem, der sich hier berührt fühlt und uns in unserer Arbeit gegen den Hunger der Kinder unterstützen möchte und sage vergelts Gott.
Interview mit englischen Untertiteln
